47. Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Mettingen

Bekanntmachung des Aufstellungsbeschlusses gem. § 2 (1) Baugesetzbuch (BauGB) in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. November 2017 (BGBl. I S. 3634 und der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 (1) BauGB durch öffentliche Auslegung gemäß § 3 (2) BauGB.

Der Rat der Gemeinde Mettingen hat in seiner Sitzung am 10.07.2019 den Aufstellungsbe­schluss gemäß § 2 (1) BauGB für den Entwurf der 47. Änderung des Flächennutzungsplans gefasst.

In seiner Sitzung am 10.07.2019 hat der Rat der Gemeinde Mettingen die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 (1) BauGB durch die öffentliche Auslegung des Entwurfes der 47. Änderung des Flächennutzungsplanes gemäß § 3 (2) BauGB mit Be­gründung und Umweltbericht für die Dauer eines Monats beschlossen.

Ziel ist es, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Ausweisung von Wohnbauflächen und Flächen für die Landwirtschaft zu schaffen.

Die Bezirksregierung Münster hat mit Schreiben vom 24.07.2019 die Vereinbarkeit mit den Zielen der Raumordnung gem. § 34 LPIG bestätigt.

Die genauen Grenzen des Geltungsbereiches der vorgenannten Bauleitplanänderung sind in den anliegenden Kartenausschnitten durch eine schwarze Linie gekennzeichnet.

Gemäß § 3 (2) BauGB wird hiermit bekannt gemacht, dass der Entwurf zur 47. Änderung des Flächennutzungsplanes mit Begründung einschl. Umweltbericht sowie der umweltbezo­genen Stellungnahmen in der Zeit vom

09.08.2019 bis einschließlich 09.09.2019

im Rathaus der Gemeinde Mettingen, Markt 6 - 8, 49497 Mettingen, Bauamt, Zimmer 200, während der Dienststunden öffentlich ausliegt.

Folgende umweltbezogenen Informationen liegen vor:

Art der vorhandenen Informationen

Quelle

Schutzgut / Thematischer Bezug

Umweltbericht als Bestandteil der Begründung zur 47. Änderung des Flächennutzungs-planes

Bauamt Mettingen

Mensch, seine Gesundheit, Bevölkerung

-Emissionen, Abfälle und Abwässer:

Erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen für die betroffene Bevölkerung, die Menschen und deren Gesundheit im als auch im Umfeld des Plangebietes als auch auf das kulturelle Erbe sind nicht zu erwarten.

Vom Verfahrensbereich selbst gehen keine unzumutbaren Emissionen aus.

Der Verfahrensbereich grenzt östlich an das Freibad der Gemeinde Mettingen an. Daher sind im folgenden Bebauungsplan entsprechende Vorkehrungen zum Schallschutz zu treffen.

Das anfallende Schmutz- und Regenwasser wird über die vorhandene und zu erweiternde Kanalisation in der Straße „Berentelgweg“ der gemeindlichen Kläranlage bzw. dem nordwestlich gelegenen Gewässer 1150, das zum Regenrückhaltebecken führt, das eine ausreichende Kapazität hat, zugeführt.

Unter Beachtung der Bestimmungen des geltenden Abfallgesetzes werden die anfallenden Abfallstoffe eingesammelt und ordnungsgemäß entsorgt. Durch einen sachgerechten Umgang mit Abfällen und Abwasser auf der Grundlage geltender Gesetze werden Belastungen der Umwelt vermieden.

Tiere, Pflanzen, biologische Vielfalt, Artenschutz, Natura2000:

Mit der geplanten baulichen Nutzung des Verfahrensbereiches wird ein Eingriff in Natur und Landschaft, insbesondere durch die Versiegelung bisher intensiv landwirtschaftlich genutzter Ackerflächen, hervorgerufen.

Eine Betroffenheit der Erhaltungsziele und Schutzzwecke von Gebieten mit gemeinschaftlicher Bedeutung (Natura 2000-Gebiete) kann ausgeschlossen werden, da das nächstgelegene Natura 2000 Gebiet in > 3100 m Entfernung zum Verfahrensbereich gelegen ist.

Fläche, Boden, Wasser, Boden-/

Flächenschutz:

Durch die Inanspruchnahme des Bodens / der Fläche sind Auswirkungen insofern zu erwarten, als durch die Errichtung von Gebäuden mit ihren Zufahrten und sonstigen versiegelten Flächen der Oberboden abgetragen und die Bodenoberfläche versiegelt wird, so dass diese Flächen keine ökologische Regelungsfunktionen mehr übernehmen können; dabei stellt sich der vorliegende Boden (Brauner Plaggenesch) als ein besonders schutzwürdiger Boden und der Boden im nordwestlichen Eckbereich des Plangebietes (Gley) als kein schutzwürdiger Boden nach dem Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG) dar. Der Bereich des Braunen Plaggenesch wird in der Eingriffs-/Ausgleichsbilanzierung mit einem Aufwertungsfaktor berücksichtigt.

Eine ortsnahe Versickerung von Niederschlagswasser, insbesondere bei Starkregenereignissen, ist aufgrund der Grundnässe des Bodens und der geringen Versickerungseignung, da kein unterirdischer Stauraum verfügbar ist, sowie gemäß Arbeitsblatt DWA-A 138 im engeren Sinne nicht möglich.

Altlasten sind für den Planbereich nicht bekannt.

Erhebliche oder nachhaltige Auswirkungen auf das Grundwasser sind nicht zu erwarten.

Landschaft, Landschaftsbild:

Erhebliche oder nachhaltige negative Auswirkungen auf das Orts- und Landschaftsbild sind aufgrund der Arrondierung der Siedlungslage nicht zu erwarten.

-Landschafts- und sonstige relevante Fachpläne:

Da der Verfahrensbereich außerhalb von Landschaftsplänen liegt und auch andere relevante Fachpläne nicht vorliegen, ergeben sich durch diese Änderung keine Auswirkungen.

Luft und Luftqualität, Klima und Klimaschutz, Energienutzung:

Erhebliche oder nachhaltige Auswirkungen auf die Luft, die Luftqualität, das Klima und den Klimaschutz sind durch die Bauleitplanung nicht zu erwarten. Durch die vorgesehene Grundflächenzahl von 0,4 sowie geplante Höhenfestsetzungen im Allgemeinen Wohngebiet erfolgen keine wesentlichen Beeinträchtigungen des Luftaustausches, der Besonnung etc.

Kultur- und sonstige Sachgüter:

Da im Plangebiet keine Baudenkmale vorhanden sind und die Vorgehensweise für den Fall des Fundes von Bodendenkmalen im folgenden Bebauungsplan festgelegt wird, sind erhebliche oder nachhaltige Auswirkungen auf Kultur- und sonstige Sachgüter nicht zu erwarten.

Während dieser Auslegungsfrist können Stellungnahmen im Bauamt der Gemeinde Mettin­gen beispielsweise schriftlich, zur Niederschrift oder per Email vorgebracht werden. Es wird darauf hin­gewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschluss­fassung über die Bauleitplanänderung unberücksichtigt bleiben können.

Eine Vereinigung im Sinne des § 4 Absatz 3 Satz 1 Nummer 2 des Umwelt-Rechtsbehelfs­gesetzes - in der Fassung der Bekanntmachung vom 23. August 2017 (BGBl. I S. 3290) - ist in einem Rechtsbehelfsverfahren nach § 7 Absatz 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes gemäß § 7 Absatz 3 Satz 1 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes mit allen Einwendungen ausgeschlossen, die sie im Rahmen der Auslegungsfrist nicht oder nicht rechtzeitig geltend gemacht hat, aber hätte geltend machen können.

Bestätigung

Gemäß § 2 Abs. 3 der Bekanntmachungsverordnung (BekanntmVO) vom 26.08.1999 (GV NRW S. 516), die zuletzt durch VO vom 5. November 2015 (GV. NRW. S. 741) geändert worden ist, wird hiermit bestätigt, dass der Wortlaut der öffentlichen Bekanntmachung der 47. Änderung des Flächennutzungsplans mit dem Beschluss des Rates vom 10.07.2019 übereinstimmt und dass nach § 2 Abs. 1 und 2 der BekanntmVO verfahren worden ist.

Bekanntmachungsanordnung

Gem. § 2 Abs. 3 und 4 der BekanntmVO in Verbindung mit § 12 der Hauptsatzung der Ge­meinde Mettingen wird die vorstehende Bekanntmachung hiermit angeordnet.

Die 47. Änderung des Flächennutzungsplans wird hiermit öffentlich bekanntgemacht.

Mettingen, 31.07.2019

Gemeinde Mettingen
Die Bürgermeisterin

Rählmann

Anlagen:

Begründung und Umweltbericht

Flächennutzungsplan

Bildergalerien
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