Bebauungsplan Nr. 34 "Sondergebiet Draiflessen"

Bekanntmachung des Aufstellungsbeschlusses gem. § 2 (1) Baugesetzbuch (BauGB) in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. November 2017 (BGBl. I S. 3634), das zuletzt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 8. August 2020 (BGBl. I S. 1728) geändert worden ist. Bekanntmachung über die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 (1) Baugesetzbuch.

Der Rat der Gemeinde Mettingen hat in seiner Sitzung am 16.12.2020 den Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 34 "Sondergebiet Draiflessen" gefasst und die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit beschlossen.

Ziel der Aufstellung des Bebauungsplanes ist es, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Änderung der Nutzungsmöglichkeiten vorhandener baulicher Anlagen und zugehöriger Grundstücksteile vorzubereiten. Damit sollen die rechtlichen Grundlagen für eine weitergehende Mitnutzung privater Einrichtungen durch die interessierte Öffentlichkeit geschaffen werden.

Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 34 "Sondergebiet Draiflessen" ist in der anliegenden Plankarte markiert und durch eine schwarz gestrichelte Linie umrandet.

Gemäß § 3 (1) BauGB wird hiermit bekannt gemacht, dass die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit durch eine öffentliche Auslegung der Planunterlagen im Rathaus der Gemeinde Mettingen, Markt 6 - 8, 49497 Mettingen, Bauamt, Zimmer 200, während der Dienststunden in der Zeit vom

15.01.2021 bis einschließlich 15.02.2021

stattfindet.

Gemäß § 3 Abs. 1 BauGB wird der Öffentlichkeit im Rahmen der frühzeitigen Unterrichtung Gelegenheit gegeben, sich über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung, sich wesentlich unterscheidende Lösungen, die für die Neugestaltung oder Entwicklung eines Gebiets in Betracht kommen, und die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung zu informieren; gleichzeitig besteht Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung. Auch Kinder und Jugendliche sind Teil der Öffentlichkeit im Sinne des § 3 Abs. 1 BauGB.

Folgende umweltbezogene Informationen liegen derzeit vor:

Art der vorhandenen Informationen

Quelle

Schutzgut / Thematischer Bezug

Umweltbericht als Bestandteil der Begründung zum Bebauungsplan Nr. 34 „Sondergebiet Draiflessen“

erstellt vom Planungsbüro Hahm, Osnabrück

Mensch, seine Gesundheit, Bevölkerung

-Emissionen, Abfälle und Abwässer:

Erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen für die betroffene Bevölkerung, die Menschen und deren Gesundheit im als auch im Umfeld des Plangebietes als auch auf das kulturelle Erbe sind nicht zu erwarten, da im Wesentlichen bereits bestehende Nutzungen verträglich weiterentwickelt werden. Zudem werden durch diese Planung kulturelle Aspekte gefördert.

Für die Nutzung der Stellplatzbereiche ist ein schalltechnischer Bericht (Nr. LL14094.2/01, vom 06.11.2020, von der Zech Ingenieurgesellschaft mbH Lingen) erstellt worden.

Das anfallende Schmutzwasser wird über die vorhandene Kanalisation abgeleitet und der gemeindlichen Kläranlage zugeführt. Das anfallende Regenwasser wird im Bereich der nördlichen Stellplatzanlage in Mulden versickert und ansonsten wie bisher überwiegend in das örtliche Vorflutsystem eingeleitet.

Tiere, Pflanzen, biologische Vielfalt, Artenschutz, Natura2000:

Mit der geplanten leicht gesteigerten baulichen Nutzung des Verfahrensbereiches innerhalb des bestehenden Siedlungsraumes wird ein geringer Eingriff in Natur und Landschaft hervorgerufen, so dass Lebensräume entsprechend verkleinert werden könnten. Anzeichen für artbedrohende Verdrängungswirkungen durch Populationsverschiebungen in benachbarte Ausweichräume liegen allerdings nicht vor. Auch Hinweise auf Vorkommen europarechtlich geschützter Arten liegen nicht vor.

Eine Betroffenheit der Erhaltungsziele und Schutzzwecke von Gebieten mit gemeinschaftlicher Bedeutung (Natura 2000-Gebiete) kann ausgeschlossen werden, da das nächstgelegene Natura 2000 Gebiet in > 3000 m Entfernung zum Verfahrensbereich gelegen ist.

Fläche, Boden, Wasser, Boden-/

Flächenschutz:

Durch die Inanspruchnahme des Bodens / der Fläche sind Auswirkungen insofern zu erwarten, als durch die zusätzliche Errichtung von Gebäuden und sonstigen versiegelten Flächen der Oberboden abgetragen und die Bodenoberfläche versiegelt wird, so dass diese Flächen keine ökologische Regelungsfunktionen mehr übernehmen können; dabei stellt sich der vorliegende Boden zur einen Hälfte als besonders schutzwürdiger Plaggenesch und zur anderen Hälfte als Gley (keine Schutzwürdigkeit) nach dem Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG) dar.

Eine ortsnahe Versickerung von Niederschlagswasser wird als möglich erachtet.

Altlasten sind für den Planbereich nicht bekannt. Für den Bereich des künftigen Parkplatzes wurde ein Bodengutachten erstellt, das die Auffüllungen in diesem Bereich als Z1 und Z2 Material einstuft, so dass diese nicht ausnahmslos wiederverwendet/-eingebaut werden können.

Erhebliche oder nachhaltige Auswirkungen auf das Grundwasser sind nicht zu erwarten.

Landschaft, Landschaftsbild:

Erhebliche oder nachhaltige negative Auswirkungen auf das Orts- und Landschaftsbild sind nicht zu erwarten. Eine moderate Erhöhung des Maßes der baulichen Nutzung, die voraussichtlich im nachfolgenden Bebauungsplan ermöglicht wird, hat in dem bereits bebauten Umfeld keine nennenswerten optischen Auswirkungen. Zudem kann eine Beschränkung der maximalen Bauhöhe auch eine verträgliche Entwicklung des existenten Ortsbildes bewirken.

-Landschafts- und sonstige relevante Fachpläne:

Da der Verfahrensbereich außerhalb von Landschaftsplänen liegt und auch andere relevante Fachpläne nicht vorliegen, ergeben sich durch diese Änderung keine Auswirkungen.

Luft und Luftqualität, Klima und Klimaschutz, Energienutzung:

Erhebliche oder nachhaltige Auswirkungen auf die Luft, die Luftqualität, das Klima und den Klimaschutz sind durch die Bauleitplanung nicht zu erwarten. Die versiegelten Stellplatzflächen bewirken zwar stärker ausgeprägte Klimaschwankungen und tendenziell eine Reduzierung der Luftfeuchte. Durch die geplante Begrünung und offene Versickerungseinrichtungen (Retention in Mulden) können jedoch teilweise Ausgleichswirkungen im Hinblick auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit gegenüber den beschriebenen Auswirkungen erwartet werden. Auch eine Begrünung randlicher Bereiche kann einen lokalen Ausgleich bzw. eine Reduzierung möglicher Auswirkungen (z. B. Erwärmung) bewirken.

Kultur- und sonstige Sachgüter:

Da im Plangebiet keine Baudenkmale vorhanden sind und die Vorgehensweise für den Fall des Fundes von Bodendenkmalen im folgenden Bebauungsplan festgelegt wird, sind erhebliche oder nachhaltige Auswirkungen auf Kultur- und sonstige Sachgüter nicht zu erwarten.

Schalltechnischer Bericht Nr. LL14094.2/01, vom 06.11.2020

Zech Ingenieurgesellschaft mbH Lingen

Bodengutachten

A+V
Geoconsult GmbH

Der Entwurf des Bebauungsplanes mit Begründung und Umweltbericht kann unter www.mettingen.de auf der Internetseite der Gemeinde Mettingen (Leben) unter der Überschrift „Bekanntmachungen“ eingesehen werden.

Bekanntmachungsanordnung

Der Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplanes Nr. 34 "Sondergebiet Draiflessen" wird hiermit (gemäß § 2 Abs. 1 BauGB) öffentlich bekanntgemacht.

Mettingen, den 06.01.2021

Gemeinde Mettingen
Die Bürgermeisterin

i. V.
Boberg

Anlagen: