44. Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Mettingen

Bekanntmachung der öffentlichen Auslegung
gem. § 3 (2) Baugesetzbuch in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. November 2017 (BGBl. I S. 3634).

In seiner Sitzung am 12.07.2017 hat der Rat der Gemeinde Mettingen beschlossen, den Entwurf der 44. Änderung des Flächennutzungsplanes gemäß § 3 (2) BauGB mit Be­gründung und Umweltbericht für die Dauer eines Monats öffentlich auszulegen.

Ziel ist die Ausweisung eines Sondergebietes für großflächigen Einzelhandel und die Ausweisung von Wohnbauflächen.

Die Bezirksregierung Münster hat mit Schreiben vom 02.05.2017 die Vereinbarkeit mit den Zielen der Raumordnung gem. § 34 LPIG bestätigt.

Die genauen Grenzen des Geltungsbereiches der vorgenannten Bauleitplanänderung sind in dem anliegenden Kartenausschnitt durch eine schwarze Linie gekennzeichnet.

Gemäß § 3 (2) BauGB wird hiermit bekannt gemacht, dass der Entwurf zur 44. Änderung des Flächennutzungsplanes mit Begründung einschl. Umweltbericht sowie der umweltbezo­genen Stellungnahmen in der Zeit vom

14.12.2017 – 15.01.2018

im Rathaus der Gemeinde Mettingen, Markt 6 - 8, 49497 Mettingen, Bauamt, Zimmer 200, während der Dienststunden öffentlich ausliegt.

Folgende umweltbezogenen Informationen liegen vor:

Art der vorhandenen Informationen

Quelle

Schutzgut / Thematischer Bezug

Umweltbericht als Bestandteil der Begründung zur 44. Änderung des Flächen-nutzungsplanes

erstellt vom Ingenieurbüro Hans Tovar & Partner Beratende Ingenieure GbR im Dezember 2017

Mensch: Überschreitung zulässiger Grenzwerte für Lärmimmissionen vom

Sondergebiet auf südlich angrenzende

Wohnbebauung möglich.

à Schallbelastungen durch das Sonder-gebiet sind durch entsprechende Vorkehrungen zu vermeiden; auf der nachgelagerten Ebene der Bebauungs-planung wird dies durch die vorgesehene Gebäudestellung gewährleistet.

Tiere: aufgrund der geringen Nutzung des Plangebietes durch Vögel und der geringen Bedeutung der Gewässer-struktur für Amphibien voraussichtlich keine Verluste essentieller Habitate / kein Eintreten artenschutzrechtlicher Verbotstatbestände; alte Baumreihe im Osten potenzieller Lebensraum für Vögel und Fledermäuse (Brutplatz / Quartierpotenzial); Störungen des Waldgebietes im Westen möglich.

àErhalt der alten Eichenreihe im Osten des Plangebietes; unter Berücksichtigung

dieser Vermeidungsmaßnahme ist nicht vom Eintreten artenschutzrechtlicher Verbotstat- bestände auszugehen; Vermeidung von Störeinflüssen auf die westlich angrenzende Gehölzfläche

Pflanzen: Verlust von Intensivgrünland durch bauliche Nutzung; eine potenzielle

Beseitigung der vorhandenen Gehölzstruktur im Osten würde erhebliche Verluste bedeuten.

à Erhalt der alten Eichenreihe im Osten des Plangebietes

Boden / Boden-/Flächenschutz:

baubedingte Bodenschädigungen; Total- verlust von Bodenfunktionen aufgrund Versiegelungen in einer Größenordnung von bis zu > 0,8 ha

à Bodenschutz im Rahmen der Erschließung

Wasser: Verringerung der Grundwasser-neubildungsrate aufgrund Neuversiegelung Überbauung einer vorhandenen

Gewässerstruktur von eher geringer

Wertigkeit (Graben)

Luft und Klima / Klimaschutz:

Umwandlung Kaltluftentstehungsfläche

(Grünland) in Wärmeinsel (bis zu 80 % ver-siegelte Gewerbeflächen) ohne siedlungs-klimatische Bedeutung, Erhöhung der Luftbelastung durch zusätzlichen Verkehr im SO voraussichtlich vernachlässigbar aufgrund Kleinräumigkeit des Gebietes.

Landschaftsbild: geringe Belastung durch Nachverdichtung der baulichen Lücke.

à Erhalt der Gehölzstrukturen im Osten

Kultur- und Sachgüter:

keine Auswirkungen

Wechselwirkungen zwischen den Schutzgütern: keine Wechselwirkungen

Artenschutzrechtliche Stellungnahme als Bestandteil der Unter- lagen zur 44. Änderung des Flächennutzungs-planes

erstellt von Dense &

Lorenz Büro für angewandte Ökologie und Landschafts-planung, Osnabrück, Stand 17.07.2017

Artenschutz: Im Plangebiet sind keine planungsrelevanten Arten vorhanden. Das Plangebiet ist als Brutplatz ungeeignet und wird als nicht essentiell im Hinblick auf eine Funktion als Nahrungsfläche eingestuft. Eine nicht auszuschließende Wertigkeit als Lebensstätte –auch für Fledermäuse– hat hingegen die alte Baumreihe im Osten des Plangebietes (Vogelbrut, Quartierpotenzial).

Das Lebensraumpotenzial des Grabens z.B. für Amphibien wird als gering eingestuft. Im Rahmen der durchgeführten Ortsbegehungen gab es keine Hinweise auf Amphibienvor-kommen.

à Erhalt der alten Eichenreihe im Osten des Plangebietes

Stellungnahmen der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange

Kreis Steinfurt – Umwelt- und Planungsamt (03.05.2017)

Naturschutz und Landschaftspflege: Eine Untersuchung hinsichtlich möglicher Vor- kommen von Vögeln und Fledermäusen ist erforderlich.

à Eine artenschutzrechtliche Stellungnahme wurde erstellt.

Bezirksregierung Arnsberg Abteilung 6 Bergbau und Energie in NRW

(02.05.2017)

Bergbau: Der Planbereich liegt über dem auf Steinkohle verliehenen Bergwerksfeld „Glücksburg-Reservat“, über dem auf Raseneisenstein verliehenen Bergwerksfeld „Alexander“, über dem auf Schwefelerz ver-liehenen Bergwerksfeld „Carl VII“ und über dem auf Zinkerz verliehenen Bergwerksfeld „Horst I“. Es wird empfohlen die RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH sowie die Salz-gitter Klöckner-Werke GmbH zu beteiligen.

à Die Eigentümerinnen werden beteiligt.

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

(19.04.2017)

Landwirtschaft: Es wird gefordert, dass bei der Festlegung der Kompensationsmaß-nahmen landwirtschaftliche Belange berück-sichtigt und keine weiteren Ackerflächen der ackerbaulichen Nutzung entzogen werden.

à Kompensationsmaßnahmen werden an der Mettinger Aa durchgeführt.

Während dieser Auslegungsfrist können Stellungnahmen im Bauamt der Gemeinde Mettin­gen schriftlich abgegeben oder mündlich zu Protokoll gebracht werden. Es wird darauf hin­gewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über die Bauleitplanänderung unberücksichtigt bleiben können.

Bestätigung

Gemäß § 2 Abs. 3 der Bekanntmachungsverordnung (BekanntmVO) vom 26.08.1999 (GV NRW S. 516), die zuletzt durch VO vom 5. November 2015 (GV. NRW. S. 741) geändert worden ist, wird hiermit bestätigt, dass der Wortlaut der öffentlichen Bekanntmachung der 44. Änderung des Flächennutzungsplans mit dem Beschluss des Rates vom 12.07.2017 übereinstimmt und dass nach § 2 Abs. 1 und 2 der BekanntmVO verfahren worden ist.

Bekanntmachungsanordnung

Gem. § 2 Abs. 3 und 4 der BekanntmVO in Verbindung mit § 12 der Hauptsatzung der Ge­meinde Mettingen wird die vorstehende Bekanntmachung hiermit angeordnet.

Die Auslegung der 44. Änderung des Flächennutzungsplans wird hiermit öffentlich bekanntgemacht.

Mettingen, 06.12.2017

Gemeinde Mettingen
Die Bürgermeisterin
 

Rählmann

Anlagen

Begründung und Umweltbericht
Artenschutzfachliche Stellungnahme
Plan 44. FNP Änderung