Der X18 des Westfälischen Heimatbundes ist eine ausgedehnte Route durch die westfälische Landschaft. Sie ermöglicht mehrtägige Erkundungen sowie reizvolle Tageswanderungen auf einzelnen Segmenten. Ein repräsentativer Abschnitt führt von einem Ortskern in naturnahe Umgebungen. Der klar markierte X18 geleitet durch das Köllbachtal, mit moderatem Anstieg zum Schafberg-Plateau. Erfrischungspunkte laden zur Rast. Die Route wechselt zwischen schattigem Buchenwald und offeneren Wiesenlandschaften. Unterwegs vermittelt die Route Einblicke in die regionale Wirtschaftsgeschichte. Sie passiert den Theodorschacht, eine 1880 in Betrieb genommene, ehemalige Bergbauanlage. Nach Ende der Steinkohlenförderung wird der Standort rückgebaut, was die Transformation der Bergbaustrukturen sichtbar macht. Das Waldgebiet Rochus am Südhang der Ibbenbürener Bergplatte, ebenfalls Teil der Route, birgt Spuren mutmaßlicher Eisenerzgewinnung vom 17. bis ins frühe 20. Jahrhundert. So bleibt die Thematik des historischen Bergbaus präsent. Verschlungene Pfade führen zu Aussichtspunkten, die weitreichende Perspektiven auf Ibbenbüren und den Teutoburger Wald eröffnen. Der weitere, vornehmlich ebene Verlauf erschließt Sportzentrum Ost, Kletterwald Ibbenbüren und ein Heimathaus, das regionale Bräuche und Gepflogenheiten präsentiert. Die Strecke endet am Aasee, einem bedeutenden Naherholungsgebiet in Ibbenbüren. Vielfältige Freizeitmöglichkeiten umfassen ein Aaseebad, Aasee-Beach-Angebote sowie Anlagen für Dirtbiker:innen, Skater:innen und diverse Spielbereiche. Die Tour auf dem X18 offeriert eine vielschichtige Erfahrung: naturnahe Erkundungen sowie fundierte historische Einblicke in die Bergbaugeschichte Nordrhein-Westfalens.
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Cookie-Einstellungen anpassenSt. Agatha Kirche, Kardinal-von-Galen-Straße 1, 49497 Mettingen
Bergbauspuren und Erzgebirge
Der Startpunkt dieser Wanderung ist der Wanderparkplatz an der St. Agatha-Kirche im Mettinger Dorfkern. Über die Kardinal-von-Galen-Straße geht es gen Süden bis zur Teichstraße. Hier treffen die Wanderer auf den Wanderweg X18, der mit einem markanten X ausgeschildert ist. Dieser verläuft durch das malerische Köllbachtal stetig, aber moderat, bergan auf das Schafberg-Plateau. Zwischen durch lädt das Wassertretbecken zum Abkühlen und Rasten ein. Erfrischt geht es weiter auf schattigen Wegen durch stattlichen Buchenwald. Nach Querung der Ibbenbürener Straße wird der Weg lichter und verläuft durch Wiesen und Felder und entlang des Waldes „Großer Tannenkamp“ zur Osnabrücker Straße und zum Wohngebiet Fisbecker Forst. Gemütlich bergab führt der Wanderweg X18 vorbei am Theodorschacht. Diese ehemalige Schachtanlage der RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH, die bereits im Jahre 1880 in Betrieb genommen wurde, verlor mit Ende der Steinkohlenförderung seine Bedeutung und ist heute verfüllt. Aktuell wird sie zurück gebaut - damit verschwinden immer mehr Spuren des einst so wichtigen Industriezweiges in Ibbenbüren.
Durch das Erzgebirge
Mit einer rechts-links Kombination geht es weiter bergab gen Süden in den Rochus. In dem kleinen Waldgebiet am Südhang der Ibbenbürener Bergplatte wurden vermutlich schon Ende des 17. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts Eisenerze gewonnen. An manchen Stellen kann man heute davon noch Spuren finden. Auf verschlungenen Wegen gelangen die Wanderer zum Waldrand. Hier bietet sich ein wunderbarer Blick auf Ibbenbüren und den dahinterliegenden Teutoburger Wald. Über die Fahrradstraße Wieschebrock führt der nun vorwiegend flache Weg weiter nach Westen. Die Wanderer passieren das Sportzentrum Ost, Heimat der Ibbenbürener Spielvereinigung, den Kletterwald Ibbenbüren und das Heimathaus. Hier werden Bräuche und Gepflogenheiten vergangener Zeiten präsentiert. Für Gruppen werden Führungen und Kaffeetafel mit Kuchen und Kaffee satt nach Vereinbarung angeboten. Über eine Fußgängerbrücke gelangen die Wanderer zum Aasee, dem Ibbenbürener Naherholungsgebiet mit vielfältigem Freizeitangebot, wie Aaseebad, Aasee-Beach, Dirtbike- und Skateranlage sowie verschiedenen Spielplätzen und Einkehrmöglichkeiten. Hier verlassen die Wanderer den X18 und wandern am Nordufer Richtung Westen, queren an der Ampel die Münsterstraße und begleiten die Ibbenbürener Aa bis zum Wanderparkplatz Groner Allee. Wer hier im Vorfeld sein Fahrzeug geparkt, ist am Ziel angekommen. Wer zurück nach Mettingen möchte, biegt rechts ab und gelangt über eine Fahrradstraße in die Ibbenbürener Innenstadt und weiter durch die Fußgängerzone zum Ibbenbürener Bahnhof. Hier können die Wanderer mit der Buslinie R20 zurück nach Mettingen zur Haltestelle „Schultenhof“ fahren, diese liegt nur wenige hundert Meter vom Startpunkt an der St. Agatha Kirche entfernt. Der R20 fährt, nach Voranmeldung, auch an Samstagen sowie sonn- und feiertags. Fahrpläne sind verfügbar unter www.rvm-online.de.
